Poems Without Frontiers

Poems in Translation

Charlotte von Ahlefeld





Vergänglichkeit
Charlotte von Ahlefeld

Vergänglich ist das festeste im Leben -
Was trauerst Du, daß Liebe auch vergeht?
Laß sie dahin in's Reich der Zeiten schweben,
Leicht, wie des Lenzes Blüthenhauch verweht.

Doch halte fest ihr Schattenbild im Herzen,
Und segne dennoch freudig Dein Geschick,
Schließt auch sich eine Reihe bittrer Schmerzen
An Deines Glückes kurzen Augenblick.

Du hast gelebt, denn Liebe nur ist Leben!
Sie nur allein webt um den dunklen Traum,
Dem wir den Nahmen unsers Daseyns geben,
Der höchsten Wonne glanzerfüllten Saum.

So zürne nicht des Schicksals finstern Mächten,
Wenn sie des Lebens Sonne Dir entziehn.
Nicht ewig läßt sie sich in unsre Bahn verflechten,
Ach, sei zufrieden, daß sie einst Dir schien.



Transience
Charlotte von Ahlefeld

The surest thing in life has no enduring term
Why mourn a love that also dies?
Let its blossom soar to the realms of time
As lightly as a breath of springtime sighs.

But, if you hold its outline within your heart
And joyfully bless your fate,
The bitter pains will close and then depart
From that brief moment of delight.

You have lived, for only love is life!
It, alone, weaves around our darkened dreams,
And is named in our existential strife
As the highest bliss that in our burden gleams.

So do not rage against your fate's dark powers
When the sun of life is spent.
Not for ever is it woven in our affairs;
It has, once, to you appeared, so be for that content.

Translation: © David Paley